GRAUER STAR OPERATION (KATARAKT)

Die Graue Star Operation (Katarakt-Operation) zählt zu den häufigsten und sichersten Eingriffen in der Augenheilkunde. In unserer Augentagesklinik in Berlin Mitte führen wir die Operation ambulant und mit modernster Technik durch.

Was ist der Graue Star (Katarakt)?

Wenn die Diagnose Katarakt (Grauer Star) lautet, liegt eine schleichende Eintrübung der Linse des Auges vor, die in den meisten Fällen altersbedingt ist. Das Sehvermögen verschlechtert sich bei dieser Erkrankung immer mehr, so dass sich für alle Betroffenen früher oder später die Frage nach einem operativen Eingriff stellt.

Wann ist eine Katarakt Operation sinnvoll?

Eine Kataraktoperation wird empfohlen, wenn die Eintrübung der natürlichen Linse zu einer relevanten Einschränkung des Sehvermögens führt. Typische Beschwerden sind zunehmende Blendempfindlichkeit, vermindertes Kontrastsehen, unscharfes oder „vernebeltes“ Sehen sowie Schwierigkeiten beim Lesen oder Autofahren – insbesondere bei Nacht.

Der Zeitpunkt der Operation richtet sich nicht allein nach dem Befund der Linse, sondern vor allem nach dem individuellen Leidensdruck und den Anforderungen im Alltag. In enger Abstimmung mit der behandelnden Augenärztin oder dem behandelnden Augenarzt wird entschieden, ob eine operative Versorgung medizinisch sinnvoll ist.

Eine Kataraktoperation ist kein Notfalleingriff, sondern ein geplanter und sorgfältig vorbereiteter Eingriff. Ziel ist es, die Sehqualität nachhaltig zu verbessern und die Lebensqualität zu erhalten

Wie läuft die Grauer Star Operation ab?

Die komplikationsarme Operation des Grauen Stars, die in der Augentagesklinik Chausseestraße unter Tropfanästhesie durchgeführt wird, stellt die Sehkraft rasch und zuverlässig wieder her. Bei dem Standardeingriff wird die Linsenkapsel mittels Kleinschnitttechnik (2,3 mm) eröffnet. Im Anschluss kann die eingetrübte natürliche Linse durch Phakoemulsifikation mithilfe von Ultraschall zerkleinert und vorsichtig abgesaugt werden. An ihre Stelle wird eine individuell angepasste künstliche Intraokularlinse (IOL) implantiert

Sicherheit und mögliche Risiken einer Grauen Star Operation

Die Kataraktoperation zählt zu den am häufigsten durchgeführten operativen Eingriffen in der Augenheilkunde und gilt insgesamt als sehr sicheres Verfahren. Dennoch handelt es sich um einen mikrochirurgischen Eingriff, der – wie jede Operation – mit möglichen Risiken verbunden ist.

Zu den seltenen Komplikationen zählen unter anderem Entzündungen, Nachblutungen, eine verzögerte Wundheilung oder Netzhautveränderungen. Durch eine sorgfältige präoperative Diagnostik, moderne Operationstechniken und eine strukturierte Nachbetreuung lassen sich diese Risiken jedoch deutlich minimieren.

Eine ausführliche Aufklärung über individuelle Risiken und Besonderheiten erfolgt im persönlichen Beratungsgespräch. Ziel ist eine realistische Einschätzung der Erwartungen und ein sicheres operatives Vorgehen

Kombination mit weiteren Eingriffe

In bestimmten Fällen kann die Graue Star Operation mit weiteren augenchirurgischen Eingriffen kombiniert werden. Dazu zählen insbesondere minimalinvasive Glaukom-Verfahren (MIGS) bei erhöhtem Augendruck oder eine Hornhauttransplantation (DMEK) bei gleichzeitiger Hornhautendothelerkrankung.

Durch die Kombination der Eingriffe lässt sich eine zusätzliche Operation häufig vermeiden und die Rehabilitation verkürzen. Welche Vorgehensweise medizinisch sinnvoll ist, wird individuell im Beratungsgespräch entschieden.

Nachbehandlung und Zusammenarbeit mit überweisenden Augenärzten

Die operative Versorgung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den überweisenden Augenärztinnen und Augenärzten. Die Indikationsstellung, Voruntersuchung sowie die postoperative Nachsorge erfolgen in der Regel in der betreuenden Praxis.

Am Operationstag wird die Kataraktoperation ambulant in unserer Augentagesklinik in Berlin Mitte durchgeführt. Im Anschluss erfolgt die weitere Betreuung wieder durch die überweisende Praxis. Dieses strukturierte Vorgehen gewährleistet Kontinuität in der Behandlung und eine wohnortnahe Nachsorge.

 

Biometrie mit dem IOL Master zur Planung der grauen Star (Katarakt) Operation

Welche Intraokularlinsen stehen zur Verfügung?

In der Augentagesklinik Chausseestraße kommen ausschließlich modernste Intraokularlinsen namhafter Firmen zum Einsatz. Insbesondere wenn es sich um Premiumlinsen handelt, verhelfen sie den Patientinnen und Patienten nach der Katarakt-Operation zu hervorragendem Sehkomfort.

Monofokale Linsen

Monofokale Linsen (sog. Standardlinse) besitzen nur einen Brennpunkt. Nach der Implantation ist scharfes Sehen entweder in der Ferne oder Nähe möglich. Mithilfe von Monofokallinsen lässt sich ein vorhandener Astigmatismus nicht korrigieren.


Sonderlinsen (Premiumlinsen)

Torische Intraokularlinsen

Bei einem relevanten Hornhautastigmatismus kann eine torische Intraokularlinse eingesetzt werden. Sie ermöglicht zusätzlich zur Behandlung des Grauen Stars eine gezielte Korrektur der Hornhautverkrümmung. Dadurch kann die Sehqualität nach der Operation verbessert und die Abhängigkeit von einer Brille reduziert werden. Die Eignung wird im Rahmen der präoperativen Diagnostik individuell geprüft.

Trifokale Intraokularlinse

Trifokale Intraokularlinsen verfügen über mehrere Brennpunkte und ermöglichen in geeigneten Fällen eine verbesserte Sehschärfe in der Ferne, im Zwischenbereich und in der Nähe. Sie können eine weitgehende Brillenunabhängigkeit unterstützen. Voraussetzung ist eine sorgfältige Auswahl geeigneter Patientinnen und Patienten sowie eine umfassende Aufklärung über mögliche optische Nebenwirkungen.

EDOF-Intraokularlinse

EDOF-Linsen erweitern den Schärfebereich und ermöglichen eine gute Sehqualität insbesondere für die Ferne und den Zwischenbereich. Im Nahbereich kann weiterhin eine Lesebrille erforderlich sein. Dieser Linsentyp zeichnet sich durch ein häufig günstiges Kontrast- und Blendungsverhalten aus und kann eine Alternative zu multifokalen Systemen darstellen.

Häufige Fragen zur Grauen Star Operation

Wie lange dauert eine Graue Star Operation?

Die Grauer Star Operation dauert in der Regel etwa 10 bis 20 Minuten pro Auge. Der Eingriff erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung. Nach insgesamt ca. 2 Stunden können die Patientinnen und Patienten die Klinik wieder verlassen.

Ist die Graue Star Operation schmerzhaft?

Die Operation erfolgt in unserer Augentagesklinik in Tropfanästhesie. Zusätzlich erhalten die meisten Patientinnen und Patienten eine leichte Sedierung. Der Eingriff ist in der Regel schmerzfrei.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die operative Behandlung des Grauen Stars ist eine medizinisch notwendige Leistung und wird von den gesetzlichen sowie privaten Krankenkassen übernommen. Die Implantation einer Standard-Intraokularlinse ist dabei Bestandteil der Kassenleistung. Zusätzliche individuelle Wunschleistungen, wie beispielsweise bestimmte Premium- oder Speziallinsen, können mit Mehrkosten verbunden sein. Eine ausführliche Beratung erfolgt vor dem Eingriff.

Wie lange bin ich nach der Operation eingeschränkt?

In den ersten Tagen nach der Operation sollte das operierte Auge geschont werden. Körperlich anstrengende Tätigkeiten, starkes Reiben am Auge sowie Schwimmbad- oder Saunabesuche sollten vorübergehend vermieden werden. Die Sehschärfe verbessert sich häufig bereits innerhalb weniger Tage.

Kann sich der Graue Star nach einer Operation erneut entwickeln?

Nach der Entfernung der natürlichen Linse kann sich kein erneuter Grauer Star bilden. In einigen Fällen kann es jedoch Monate oder Jahre nach dem Eingriff zu einer Eintrübung der hinteren Linsenkapsel kommen (Nachstar). Diese lässt sich in der Regel unkompliziert mittels YAG-Laser behandeln.

 

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